Die Energiebezugsfläche (EBF) ist die Summe der beheizten oder klimatisierten Geschossflächen eines Gebäudes nach der Norm SIA 380/1. Sie bildet den Nenner der energetischen Kennzahlen und die Berechnungsgrundlage kantonaler Förderbeiträge pro Quadratmeter. Auf Französisch: surface de référence énergétique (SRE).
Zur EBF zählen die Innenflächen jener Räume, deren Beheizung oder Kühlung zur vorgesehenen Nutzung gehört, einschliesslich Innenwänden und Trennwänden. Eine unbeheizte Garage, ein kalter Dachraum oder ein Keller ausserhalb der thermischen Hülle gehören nicht dazu. Referenz ist die Norm SIA 380/1, die von den kantonalen Energievorschriften im Rahmen der MuKEn übernommen wird.
Sie ist nicht mit der Bruttogeschossfläche (BGF) zu verwechseln, die eine bauliche Kapazität misst und der Berechnung der Baurechte dient. Beide Grössen ähneln sich, beantworten aber verschiedene Fragen: Die BGF sagt, was Sie bauen dürfen, die EBF, was Sie beheizen müssen. Am selben Gebäude weichen sie fast immer voneinander ab.
Was das für Ihre Parzelle bedeutet
Diese Grösse steuert das Geld. Die meisten kantonalen Sanierungsprogramme zahlen einen Betrag pro Quadratmeter EBF: Fassadendämmung, Fensterersatz, Heizungsersatz. Eine falsch geschätzte EBF verschiebt den Förderbetrag unmittelbar, nach oben wie nach unten.
Sie bestimmt auch regulatorische Anforderungen: Heizwärmebedarf, MuKEn-Schwellenwerte, Klassen des Gebäudeenergieausweises. Zwei Gebäude gleichen Volumens mit unterschiedlich beheizten Hüllen unterstehen nicht denselben Pflichten.
So erhalten Sie ihn
Addieren Sie die Geschossflächen aller Räume innerhalb der thermischen Hülle, gemessen an der Innenseite der Aussenwände, und schliessen Sie unbeheizte Volumen aus. Das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) weist je Gebäude eine Energiebezugsfläche aus: der verlässlichste Ausgangspunkt, bei späteren Umbauten durch eine Aufnahme zu bestätigen.
Häufige Fragen
Was unterscheidet EBF und BGF?
Die BGF misst die bauliche Kapazität und dient der Berechnung der Baurechte; die EBF misst die beheizte Fläche und dient energetischen Berechnungen und Förderbeiträgen. Ein unbeheiztes Untergeschoss kann in der einen zählen und in der anderen nicht.
Weshalb verändert die EBF den Förderbetrag?
Weil die meisten kantonalen Ansätze in Franken pro Quadratmeter EBF ausgedrückt sind. Der Beitrag ist damit direkt proportional zu dieser Fläche, meist mit einer Obergrenze je Massnahme.
Wo finde ich die EBF meines Gebäudes?
Das GWR weist je Gebäude, identifiziert über seine EGID, einen Wert aus. Er dient als Arbeitsgrundlage; für ein Fördergesuch bleibt ein Gebäudeenergieausweis oder eine Aufnahme durch Fachleute nötig.
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Belegter Bericht: Baurechte, Auflagen und Machbarkeit — schweizweit.